xxl-rock Mai 2013 über Astrum et Abyssum:

Na da war ich doch zunächst etwas überrascht, als ich die neue CD von Astrum Et Abyssum (Ich kannte die Band vorher nicht!) in den Player geschoben habe: Hat Doro Pesch `ne neue Band??

Nein hat sie nicht, die Dame, die der Düsseldorfer Metal-Ikone so verdammt ähnlich klingt hört auf den schönen Namen Beate Scherer und hat die hat es aber mal richtig drauf!! Wo Fräulein Doro hin und wieder schon mal ins etwas Schrille abdriftet, bleibt Beate auf dem Boden und bringt eine vielseitige, aber dennoch erdige Stimme mit und weiß diese auch wirklich gekonnt einzusetzen.

Ebenso vielseitig entpuppt sich die Musik ihrer Band. Ist es Deutschrock, Hard Rock, Heavy Metal oder doch NDH??? Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte, bzw. in der Schnittmenge all dieser Einflüsse. Abwechslungsreich sind Astrum et Abyssum auf jeden Fall (so werden zum Beispiel im zweiten Song „1001 Nacht“ arabische Klänge eingebaut und auch ein Didgeridoo gehört zu den eingesetzten Instrumenten). Trotz all dieser verschiedenen Ingredienzien ist „Nebel in mir“ ein sehr schön homogenes Werk geworden.

Power und Spielfreude sind ebenfalls so zwei Begriffe, die mir beim Hören der Scheibe immer wieder durch den Kopf schießen. Auch die deutschsprachigen Texte sind keineswegs zum fremdschämen, sondern haben Hand und Fuß und laden nicht nur an einer Stelle zum Nachdenken an, wirklich echt gut umgesetzt! Aber keine Angst: Wir haben es hier keineswegs mit spießigen Betroffenheitsrockern zu tun, nein die Songs gehen extrem gut ins Ohr, bleiben dort auch gerne mal hängen, haben Power und kommen mit fett Schmackes um die Ecke!

Ein feine Neuentdeckung, hoffen wir mal, dass die Band so richtig bekannt wird, genug Potential ist vorhanden und ich denke es gibt auch eine ganze mange Leute, denen die Mucke gut gefallen dürfte, man muss halt nur erst mal einen gewissen Namen haben, aber mit dieser Plattenkritik ist ja jetzt schon mal ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Rock Hard Coverstory getan!!!

Christian Hemmer