bleeding4metal.de Mai 2013 über Astrum et Abyssum:

Die Neue Deutsche Härte geht mit ASTRUM ET ABYSSUM in die nächste Runde. Musikalisch geht es hier ganz und gar nicht nebelig zu, vielmehr agieren ASTRUM ET ABYSSUM straight und eingängig. Die Zutaten sind so einfach, wie sie auch wirkungsvoll sind. Schön rhythmische Gitarrenklänge, melodische Zwischeneinlagen und Keyboarduntermalung (hier half übrigens Steve Wöhrer von TBC aus, wobei es sicherlich hilfreich war, dass die Österreicher von TBC gleichzeitig auch Labelkollegen sind) untermalen den kraft-, aber auch gefühlvollen Gesang von Beate, die der Veröffentlichung mit ihrer Stimme den Stempel aufdrückt. Doch das Quintett bildet hörbar eine professionelle Einheit und geht songdienlich vor, so dass die Stücke schnell ins Ohr gehen und man zum Mitsingen animiert wird. Gewisse Ähnlichkeiten bleiben dabei nicht aus, aber unabhängig davon haben die Schwestersongs - ich möchte sie ungern als Zwillinge bezeichnen - '1001 Nacht' und 'Ruf der Erde' ihre Berechtigung und dürfen auch getrost als Highlights bezeichnet werden. Verunglückt halte ich dagegen den Opener 'Opfermoor', der sowohl die Durchschlagskraft als auch den Esprit der anderen Songs vermissen lässt. Hiervon darf man sich nicht gleich beeinflussen lassen, denn das Album kommt ansonsten ganz gut aus den Startblöcken.

Für Freunde des Deutschrocks ist "Nebel in mir" eine gelungene Ergänzung der heimischen Sammlung, die man immer wieder mal gerne hervorholen wird. Beates Gesang erinnert mich zudem an eine Mischung aus IDEALs Annette Humpe und Doro Pesch, was Erinnerungen an die Jugend erwachen lässt. ASTRUM ET ABYSSUM sind zwar schon eine Spur härter als IDEAL, doch das Material kann man ähnlich gut mitsingen.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte / 10