crossfire-metal Dezember 2011 über Astrum et Abyssum:

Die Mannheimer Astrum Et Abyssum mit Frontfrau Beate Scherer haben sich mit Ritual dem ehrlichen schnörkellosen Heavy-Metal verpflichtet. Beschrieben wird das seitens der Plattenfirma und wohl auch von der Band selbst, als Ethno-Metal. Die Frage stellt sich mir, ob australische, etwas am Rande gehaltene Klänge der Didgeridoos, wie auch Trommelwirbel verbunden mit harten Gitarrenriffs und lyrischen deutschen Texten, die sich mit der Kultur der Aborigines befassen, ausreichen, sich eine Ethno-Band zu nennen? Die Musik an sich ist guter bodenständiger Metal, ehr Old-School als Neuzeit. Das Songmaterial reicht über stampfend, treibend, energiegeladen und mitreißend. Gut gefallen haben mir „Drachenherz“, welcher völlig rockt und zum Mitsingen hinreist, die Ballade „Nacht Ohne Zeugen“, ebenfalls Mitsingpotential, und das instrumentale Stück „Abyssus“, bei dem auch die spielerische Qualität gerade den letzten Zweifler überzeugen sollte. Das Septett hat mit Ihrer Idee ungewöhnliche Instrumente mit ins Spiel zu bringen, gewonnen. Sie machen Ihre Sache sehr gut hörbar und ich freue mich jetzt schon auf den Nachfolger von Ritual. Die Stimme von Beate erinnert stark an Doro Pesch, wobei aber ganz hier hervorzuheben ist, dass sie die Tonlagen besser beherrscht und ihre Stimme klarer ist, als die ihrer älteren Sangeskollegin. Fazit: Dieser Longplayer gehört ins Auto, ins Regal, auf den Rechner, auf den iPod oder Ähnlichem. Hier kann man nicht enttäuscht sein.

Note: 7 von 10 Punkten
Autor: Svenja Black