musikansich Juli 2010 über Astrum et Abyssum:

... Mich erinnert Ritual mit seinen 12 kraftvollen Songs an Bands wie zum Beispiel Tanzwut, In Extremo oder und vor allem die Merlons.
Astrum et Abyssum bieten auf Ihrem Album Ritual einen straighten und knackigen Ethno Rock, in dem die Ethno Momente mit Instrumenten wie vor Allem dem Digeridoo und unglaublich starken Perkussionen derartig spritzig eingebaut wurden, das es dem Hörer schlicht egal ist, das diese Art der Musik schon lange passe´ist. Das liegt auch an den grandiosen Gitarrensolos, die immer wieder aufflackern und somit ein spritziges, knackiges, für Metalungewohnte Ohren auch hartes Album ermöglichen. Hörern, die schon erafahrener sind, fallen eben diese tollen Perkussionen auf, die das Album erfrischen und großartig machen. Hier kommen Gedanken an die bereits erwähnten Merlons auf Ganz andere Bands, wie zum Beispiel in der grandiosen, durchaus stadiontauglichen Ballade ”Nacht ohne Zeugen” , wie Pink Floyd der Spätphase, kommen einem auch in den Sinn. Und hier wirkt der Text auch nicht wie oft bei anderen peinlich, sondern ergreifend. Tiefe Keyboards, vertrackte Rhytmen, eine feine Gitarrenlinie, und der Text zieht einen mit bis zu dem schönen, traurigen und ergreifenden Gitarrensolo. Mancheiner mag dies als hoffnungslosen Kitsch empfinden: Pech gehabt!!
Ansonsten bietet die Band in Ihren Songs die eben erwähnten direkten und harten Gitarrenriffs über Ihren durchaus interessanten Rhythmen und Sounds. Die Rhytmen sind vor allem sehr eingänglich, was den Kitsch bzw. Anbiederungsfaktor erhöht. Jedoch gehen die Songs so kraftvoll und eindringlich ins Ohr, das mir das beim Hören wirklich egal ist. Stören mich bei vielen heutigen Songs die Ohrwurm und „Kopie“ Elemente so stark, das ich es mir nicht anhören kann, so erinnert mich Astrum et Abyssum so gekonnt und so stark an viele Songs meiner Vergangenheit, das es mir einfach nur Spaß macht!

Nehme ich nur mal das auf den wundervollen Abschluss mit dahingleitenden Perkussionen von ”Nacht ohne Zeugen”folgende Hochzeitstanz , in dem zu den wirklich ziemlich abgedroschenen, aber trotzdem effektvoll gespielten Gitarren eine unglaublich abwechslungsreiche und trotzdem eingängige Perkussionsarbeit hinzukommt und dann in die Horrornummer, auch mit nicht wirklich neuen, aber durch die schwere Perkussion und das dröhnende Digeidoo in Szene gestzte ”Glockengeschrei”. Dies ist eine Umsetzung des Gedichts Die Glocke, und klingt in keinjer Minute einfallslos. Schneidende Gitarren, Perkussionen, die das Arbeiten an der Glocke spürbar machen, grandios.
Schade, das die Band um Jahre zu spat kommt. 1998 wären Sie ein großer Hit geworden!

Ich wünsche ich der Band beim nächstem Coverlayout mehr Gespür für Ihr eigenes Bild Ihrer Kunst und hoffe, das die Band Ihren Weg finden wird. Und dem Leser empfehle ich, reinzuhören und eventuelle Vorbehalte außen vorzulassen. Vergesst Rammstein, die nur auf Provokation aus und Modern Talkings dunkle Seite sind, nehmt lieber, dies hier! Denn hier steht Gefühl dahinter!