Legacy 02/2009,Mai/Juni über Thy Final Pain:

Es ist doch schön, wenn ein Infoblatt mal die Wahrheit schreibt: Als "Massive Rhythmic Death Metal" apostrophiert das Label die Musik der Schwaben und hat damit hundertprozentig Recht. Die Herren Jüttner und Dorn mögen dem einen oder anderen vielleicht vom Schaffen bei Debauchery bekannt sein. Doch während Kollege Gurrath beim ehemaligen Projekt jetzt auch auf Rocker macht, sind THY FINAL PAIN schustermäßig bei ihrem Leisten geblieben.
Death Metal - pur wie ein Glas Staatlich-Fachinger-Mineralwasser. Die komplette Scheibe groovt und drückt so monstermäßig wie ein 60-Tonnen-Diesel, der einen Trabant zermalmt. Klar, mal lassen Bolt Thrower recht deutlich grüßen ("Lords Of Doom"). Und dass hier nicht Innovation die große Klasse regelt, ist auch logisch.
Doch mit den bekannten Zutaten gelingt es nicht gerade vielen Bands, eine derart drückende Death Metal-Scheibe einzukloppen. Vor allem seit Six Feet Under einfach nicht mehr in der Lage sind, einen so
einfachen und gleichzeitig so effektiven Groover wie das Titelstück zu fabrizieren. Hier regieren druckvolle Gitarren, tiefes (aber fast verständliches) Grunzen und große Melodien, "...Of Life And Death" haut Dir immer wieder mit Anlauf in den Bauch. Fazit: Das mit Abstand beste STF-Album aller Zeiten! (SM)
12 von 15 Punkte