Hell is Open über Thy Final Pain:

Die beiden vom Death Metal besessenen Musiker Simon Dorn ( Ex-Debauchery, Noise Connection) und Marc Jüttner ( Ex-Debauchery, Seelenfrieden ) sind mit Ihrer neuen Combo Thy Final Pain und dem mir vorliegenden Album “Epitaph“ auf Labelsuche, um die fertig produzierte CD zu veröffentlichen. Das die beiden genau wissen wie eine derb groovende Packung Death Metal aus den Lautsprechern dröhnen soll, wird bereits nach den ersten Takten des Openers “My temptation“ klar gestellt. Im Fahrwasser von Bands wie Jungle Rot oder My Darkest Hate, wird auf dem Longplayer eine Schlachtplatte mit besten Zutaten aus mächtig viel Groove, tiefen brachialen Shouts und einer Menge zündenden Songs dargereicht. Die 11 Tracks bieten überwiegend Midtemposchleifer die mit der fetten, druckvollen Produktion eine beachtliche Schlagkraft erzielen. Auch auf die nötige Abwechslung innerhalb der Songs wurde viel Wert gelegt und professionell umgesetzt. So wird der Snare des öfteren ordentlich in den Arsch getreten und auch die Doublebass darf mal in schnellere Regionen vorstoßen, ohne dass die Songs zu sehr gewollt und plakativ wirken. Die Band hat feine Arrangements und Einleitungen in die Songs integriert, auch das fette, variable Drumming ist hervor zu heben, zumal das Schlagzeug bei dieser Produktion auch mal wieder wie ein Schlagzeug klingt. Generell gibt es reihenweise brutale Schläge in die Nackengegend, was durch den tiefen Gesang durchaus noch verstärkt wird. Das Material macht ab Song Nr.1 bis zum Ende einfach verdammt viel Spaß, wenn man sich an rohem Death Metal der treibend und ohne großen technischen Schnickschnack auskommt, ergötzen kann. Meine Favorite-Songs “Found myself in death, Obey oder Wrath of the insane“, entfachen ein Feeling welches einen die Fäuste ballen und die Zähne blecken lässt. Das rohe Material dürfte auch Live reihenweise die Halswirbel zum knacken bringen und kommt bestimmt auf den Orthopädenindex. Wer auf den beschriebenen Sound steht, bei Massive Rhytmic Death Metal (wie die Band ihren Sound selbst passend umschreibt) ein feuchtes Gefühl im Schritt verspürt, sollte unbedingt mal in das angebotene Material reinhören – ES LOHNT SICH !!!

Fazit: Ein über weite Strecken sehr hochwertiges Groove-Massaker was sich vor Nationaler und Internationaler Konkurrenz nicht zu verstecken braucht, im Gegenteil, ich finde das Material klingt sehr frisch was einigen Genrekollegen mittlerweile etwas abgegangen ist. Einziger Kritikpunkt ist das die Songs bei der überaus beachtlichen Spielzeit von 51min dann doch teilweise zu durchschaubar klingen und sich etwas schneller abnutzen. Für ein Debütalbum jedoch eine sehr beachtliche Leistung und ich will doch hoffen, dass sich schnellstens ein Label findet und diesen Wutklumpen auf den Markt bringt.

Auf der Bandpage könnt Ihr euch 5 Tracks (in hoher Qualität) der Scheibe reinziehen und das schmucke Teil auch für schlappe 10 Euro zzgl. Versand bestellen.

Anspieltipp: Found myself in death

rating:
8.5/10