Metal Inside über Thy Final Pain:

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es ehemalige Mitglieder des immer wieder mal wechselnden DEBAUCHERY-Kill Teams auf die Kette kriegen sollten, was Eigenes aus dem Boden zu stampfen. Im Fall von THY FINAL PAIN handelt es sich um den Tieftöner Marc Jüttner, der hier auch noch gleich für die Vokills zuständig ist und Simon Dorn, der für die Gitarre verantwortlich zeichnet. Auf dem fertig produzierten und für findige Labels klargemachten Debüt-Album „Epitaph“ lassen sie alles raus, was sich bei ihrem ehemaligen Brötchengeber so angestaut hatte. Erst mal von der Kette gelassen bewegt man sich fern von Warhammer und Blutgöttern aber immer noch weitgehend im groovenden Dampfwalzensoundbusiness. Die Grundstimmung der Songs ist aber eine andere. TFP wandeln auf der dunklen Seite der Macht, alles klingt irgendwie fieser, düsterer mit einem Hauch von makabren Gewaltphantasien. Die Songs schaffen eine bedrohliche und teilweise auch beklemmende Atmosphäre und spiegeln die Mucke wieder, die beide Protagonisten schon immer machen wollten. Lediglich die Abwechslung bleibt bei den starken 51 Minuten ein wenig auf der Strecke, was es ein wenig erschwert durchgehend auf Empfang zu bleiben. Der Sound lässt keine Wünsche offen und pumpt kräftig Druck durch die Boxen, respektive mitten ins Gesicht. Man merkt zu keinem Zeitpunkt die eher patchworkartige Arbeitsweise bei den Recordings. Alles wirkt wie aus einem Guss und die Liebe zum Detail ist gut herausgearbeitet. Hier gehen absolute Überzeugungstäter zu Werk – bleibt zu hoffen, dass dieses Verbrechen aus Hass mit einem guten Labeldeal bestraft wird.