Not an Emergency über Thy Final Pain:

Was macht man eigentlich als Ex-Mitglied einer so namhaften deutschen Deathmetal wie Debauchery, wenn man nichts mehr mit Debauchery macht. Genau ! Man tut sich mit einem anderen Debauchery-Ex-Mitglied zusammen, gründet ne neue Band namens Thy Final Pain und stampft auch nach nicht allzu langer Zeit ein Album mit stattlichen 11 Tracks aus dem Boden. Dieses Debut des Todesblei-Duos Simon Dorn und Marc Jüttner hört auf den klangvollen Namen Epitaph und liefert jede Menge groovigen Deathmetal der gehobenen Klasse. Im Gegensatz zu dem Schmerz um den sich das Album und auch das Credo der Band dreht, stellt sich beim Hören durchaus Begeisterung ein. Hier sind jede Menge leckere Sachen enthalten die zu einem guten Schlachtfest gebraucht werden. Satte Grooves ala Six Feet Under und brutale, eingängige Riffs mit einem ordentlichen Touch von Bolt Thrower. Schon der Opener My Temptation animiert in Sekundenbruchteilen zu Nackenübungen und drückt sich massiv in die Gehörgänge. Ein weiterer Ohrenschmaus ist zweifellos Emptiness, der zwar relativ zurückhaltend startet aber dann doch tüchtig losrumpelt. Bei allem Lob gibt es aber auch kleine Kritikpunkte. Primär wäre das, das die Songs über die gesamte Laufzeit des Albums nur bedingt Spannugskurven produzieren. Zum anderen wirken die Drums teilweise ein wenig blechern. Aber beides tut dem Gesamteindruck keinen großen Abruch.

Fazit: Mit Epitaph liefern uns Thy Final Pain ein wirklich respektables Debutalbum das sicherlich eine Menge Fans finden wird. Ganz nebenbei suchen die beiden Herren allerdings noch eine Live-Gitarristen sowie jemanden der sie unter Vertrag nimmt. Also liebe Labels, ran an den Speck, mit Thy Final Pain ist sicher ein guter Fang zu machen.
8.5 von 10 Punkten