Legacy Nr. 55, 03/2008, Juni/Juli über Savage Crow:

Ungezwungen, eigenständig und enorm kraftvoll: SAVAGE CROW verkörpern Werte, die den deutschen Power Metal in den letzten Jahren international zum Qualitätsgaranten etabliert haben, ohne sich dabei in irgendeiner Form anzubiedern. Zwar ist der Stoff der sechs Krähen größtenteils melodisch und beinhaltet auch hier und dort ein paar gezielte Hooklines, lässt sich aber bis auf Weiteres mit keinem zugkräftigen Act adäquat vergleichen. Dieses Plus hat die Band beim Songwriting für das neue Album “Way Of The Cross” auch äußerst gewinnbringend genutzt. Die Arrangements des Dutzends frischer Songs lassen sich in keine vorgegebenen Schemen pressen und sind teilweise überaus originell, wenngleich die Band eigentlich auf bekannte Inhalte aus dem Szene-Sammelsurium zurückgreift. Lediglich bei der Umsetzung kommen Unterschiede zum Vorschein, die “Way Of The Cross” in vielerlei Hinsicht zu einem besonderen Album machen. So glänzt die Band in ,Without You' mit einer sehr erfrischenden Epik, verbindet in ,Looking For Danger' und ,No Return' deftiges Power-Riffing mit packender Melodik und nutzt auch die Vorzüge des Duettgesangs in nahezu allen Refrains vorzüglich, ohne dabei auf biedere Kontraste zurückzugreifen. Das Ergebnis ist zwar nicht wahnsinnig spektakulär, aber dennoch absolut überzeugend, da es der Band immer wieder gelingt, bewährte Komponenten lebendig und farbenfroh zusammenzuschweißen. Gebündelt mit manchem fetten Chorus, ergibt sich so ein weiteres Gütesiegel teutonischer Power Metal-Kost, diesmal jedoch unter einem noch gänzlich unbekannten Namen – schön, dass der deutsche Underground von Zeit zu Zeit solche Perlen hervorbringt! (BB)

12 Punkte